Ron Chang und Doug Dority

Videodauer 5 Min.

09. Oktober 2025

TECHNISCHE UND TRENDS BEI KRANKHEITEN

Video

Hinter den Kulissen von Cepheid: Die Fellows Ron Chang und Doug Dority erzählen, wie das Cepheid-System entwickelt wurde

In einem offenen Gespräch sprechen die Fellows Ron Chang und Doug Dority von Cepheid über ihre Beiträge zur Cepheid-Innovation und darüber, was sie zur Innovation und Kreativität antreibt.

 

Sie erzählen ihre Geschichte, wie aus neugierigen Kindern junge Erwachsene und wie aus diesen Erwachsenen die Gründerväter von Cepheid wurden. Ihre erste Innovation war der Thermocycler, der sie auf ihre nächste Idee brachte: die Automatisierung der PCR-Amplifikation und -Detektion in einer eigenständigen Kartusche.

 

Und genau das ist den beiden Fellows mit der Entwicklung der revolutionären Xpert-Kartusche gelungen. Informationsvideo ansehen.

Transkript

 

Ron: Doug und ich sind sehr unterschiedlich. Für mich steht nur der Benutzer im Vordergrund. 

 

Doug: Zu wissen, dass ich etwas Bedeutendes tun kann, das zuvor noch niemand gemacht hat, treibt mich an. Wenn wir Dinge entwickeln, streiten wir in unseren Büros viel, denn Spannung hat eine schöpferische Kraft.

 

In einem Technologieunternehmen gibt es zwei Karrierewege. Es gibt den Management-Karriereweg – Direktoren, Vizepräsidenten, Präsident, CEO. Und es gibt den technischen Karriereweg. Der Fellow ist der höchste Status des technischen Karrierewegs. Doug war der erste Fellow und ich bin der zweite.

 

Als ich 12 Jahre alt war, ging ich zum Haus meines Nachbarn und sah einen Typen, der an einem Fahrrad werkelte. Ich ging hin und sagte: „Hey, das ist wirklich cool, du nimmst es auseinander. Kannst du mir zeigen, was du da machst?“ Seitdem sind wir Freunde.

 

Als ich bei Cepheid anfing, waren wir nur sechs bis zwölf Mitarbeitende. Unsere Meetings fanden in einem kleinen Raum statt, der eigentlich als Kantine gedacht war.

 

Unser erstes Produkt war ein Echtzeit-Thermocycler. Und das, was wir erfunden haben, war das SmartCycler-Röhrchen. Die gesamte PCR findet in diesem kleinen Schmuckstück statt. 

 

Doug:

Hier ist das Paradoxe: Man hat ein SmartCycler-Röhrchen und soll einen Echtzeit-PCR in 30 Minuten durchführen. Aber es dauert allein schon 4.5 Stunden, um die Probe für das Röhrchen vorzubereiten. Also erhält man erst nach fünf Stunden Arbeit ein Ergebnis. Der springende Punkt in der Diagnostik ist also die Probenvorbereitung.

 

Ron:

Dougs Genialität bestand darin, zu realisieren, dass man immer eine Probe hat, die man anreichern und abreichern muss. Er konzipierte eine dreidimensionale Kartusche für diesen Vorgang und alles fügte sich zusammen. Wir wussten, er hatte es geschafft. Als wir das Endergebnis sahen, wussten wir: Das ist es.

 

Doug:

Das, was die meisten medizinischen Technologien und High-Tech-Nachweisschemata daran hindert, erfolgreich zu sein, ist, dass jeder den einfachen Teil vergisst. Wenn man sich GeneXpert von Innen anschaut, so wie Doug es entworfen hat, wird deutlich, dass es ein in sich geschlossenes System ist.

 

Ron:

Die moderne Kartusche verfügt über einen Deckel mit integrierter Funktion, der die Verwendung von Reagenzien ermöglicht, die bereits in der Kartusche enthalten sind. Sie kommt komplett versiegelt aus der Fabrik, damit die trockenen Reagenzien trocken bleiben. Wenn der Benutzer den Deckel öffnet, wird die Folie abgezogen, um die Belüftung der Kammer zu ermöglichen. Das ist entscheidend, denn ohne Belüftung könnten Flüssigkeiten nicht von einer Kammer in die nächste gelangen. Der Fuß hält sowohl den Reaktionsbehälter als auch den Ventilkörper innerhalb der Kartusche in Position.

 

Das Kartuschendesign des GeneXpert ist denkbar einfach – aber man kann alles damit machen, was man auf dem Labortisch tun kann, und noch viel mehr.

 

Ron:

An einem kritischen Punkt in der Entwicklung standen wir vor einer Entscheidung: Entwerfen wir sie für eine Maschine oder für einen Benutzer? Hätten wir sie für eine Maschine entwickelt, wäre sie quadratisch und zweckmäßig, wie eine Tintenpatrone – hässlich, ohne Charakter. Ich sagte: „Wenn du mich fragst, dann machen wir das für den Benutzer.“

 

Während Doug das Modul entwickelte, kümmerte ich mich um den ästhetischen Aspekt. Dies hier ist das allererste GX. Nach sieben oder acht Jahren haben wir das System neu gestaltet. Die schlichten Designs sind die elegantesten. Man weiß, dass es gut ist, wenn alles offensichtlich ist. Wenn es einfach auf der Hand liegt.

 

Schauen Sie sich das GeneXpert-Instrument und die tatsächliche Modulgröße an. Dieses Modul führt eine Echtzeit-PCR durch und erledigt gleichzeitig die vollständige Probenvorbereitung. In der Branche gibt es nichts Vergleichbares hinsichtlich Größe und Flexibilität. Es kann jedes zukünftige Protokoll ausführen, das wir uns vorstellen können. Das vermag kein anderes System. Es ist eine echte Plattform.

 

Wir blicken auf die Entwicklung des GeneXpert wie auf einen Planeten. Drumherum befindet sich ein ganzes Universum und das neue GeneXpert ist nur ein kleiner Teil dieses Universums.

 

Wir sind immer noch hier, arbeiten immer noch und blicken 15 bis 20 Jahre in die Zukunft. Wir werden eine Menge verrückter Sachen ausprobieren. Unser Ziel? Wir wollen den Menschen die Instrumente für die Zukunft an die Hand geben – sie dazu befähigen, die nächste Generation von Technologien zu entwickeln.

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